Christoph Albrecht

Christoph Albrecht war eine wichtige Persönlichkeit, die eine Verbindung zu dieser Kirche hat, weil er dort arbeitete. Sein Einfluss auf die Menschen war angesichts seines Talents für Musik enorm. Er machte die kirchlichen Messen noch friedlicher und schöner als sie es bereits waren. Die Kirche informiert Touristen regelmäßig über sein Leben und Werk, da er ein großer Teil der Kirche war. Er war ein deutscher Organist, Dirigent, Komponist, Musikwissenschaftler und Musikpädagoge. Er wurde in Salzwedel geboren. Er war als Organist auf ausgedehnten Tourneen und trat in Konzerten und Konzerten in ganz Europa und in den USA auf. Er ist Autor mehrerer Publikationen zu den Themen Liturgie und Hymnologie. Er hat vom 16. bis zum 18. Jahrhundert intensiv über geistliche Musik geschrieben und maßgeblich dazu beigetragen, viele vergessene Werke aus dieser Zeit zu veröffentlichen. Albrecht war 1943 bis 1948 Organist an der Kirche St. Marien in Salzwedel und studierte bis 1953 Theologie und Kirchenmusik in Halle (Saale). Daneben hatte er privaten Orgelunterricht bei Günther Ramin. Ab 1953 war er Kantor am Naumburger Dom und Dozent an der Kirchenmusikschule Halle. Das Studium der Kirchenmusik hatte er 1960 mit dem kirchenmusikalischen Staatsexamen (A-Prüfung) und das Theologiestudium mit seiner Promotion zum Dr. theol. an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität in Halle abgeschlossen. Er wurde im gleichen Jahr Direktor der Kirchenmusikschule Dresden. Von 1976 bis 1992 war er Organist und Kantor an st. Marienkirche.

1970-1973 war A. Regieassistent bei August Everding, Götz Friedrich und Günther Rennert. 1972-1975 arbeitete er als Dramaturg an der Hamburgischen Staatsoper. 1975/1976 war er dort Leiter des Künstlerischen Betriebsbüros und 1976/1977 Chefdisponent. 1978 wechselte er als Künstlerischer Betriebsdirektor an die Oper der Stadt Köln, um dann 1981 wieder an die Hamburgische Staatsoper zurückzukehren. Zehn Jahre lang, von 1981-1991, war er Betriebsdirektor des Hamburger Balletts und in dieser Funktion die sog. rechte Hand von John Neumeier. "Führungsqualität und Pragmatismus" bewies der rührige Betriebschef an der Hamburger Staatsoper, urteilte die Welt (24.8.1990) über A.s erfolgreiches Wirken und schrieb seinen organisatorischen Fähigkeiten auch den reibungslosen Ablauf der mannigfaltigen Gastspiele des Neumeier-Balletts zu. Albrecht trat als Orgelsolist in der DDR, der Bundesrepublik Deutschland, den Niederlanden, Schweden, der UdSSR und den USA auf. Er ist Autor von Publikationen über Liturgik und Hymnologie, war ein Wiederentdecker und Herausgeber geistlicher Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts und Komponist. 1986 erhielt er zusammen mit Ernst Gottfried Lowenthal den Dr.-Leopold-Lucas-Preis. Seit 1993 war er international als Organist, Orgellehrer und Dirigent auf Fortbildungskursen und Seminaren tätig.